Leaving the West Coast: Von La Jolla nach Palm Springs

25. Juli 2016

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Beim Flughafen in Los Angeles angekommen, hole ich Jacob (ein Freund aus meiner Erasmus-Zeit in Bangor) und meinen superschicken roten Ford Focus vom Flughafen ab.

Dieser erhält den Namen Sid, nach dem Faultier aus Ice Age, da er etwas schwach ist und ein bisschen faul, aber trotzdem suess 😀 Mit Rückfahrkamera, Piepserl und megacoolen Felgen. Hauptsache die Klimaanlage funktioniert!

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Mein Plan wäre es gewesen, den ganzen Nachmittag in Laguna Beach am Strand zu verbringen, doch Jacob hat weder ein Handtuch, noch Flip Flops mitgebracht, weswegen wir im Endeffekt nach 2h shoppen und Essenssuche nicht mehr viel Zeit am Strand haben. Erst spazieren wir durch den Heisler Park, anschließend gehen wir beim Strand des Montage Hotels baden. Das ist totaaaal lustig, dieser Strand ist viel schöner und sauberer, und vor allem nicht so überlaufen, wie die anderen. Die hohen Wellen machen wieder einmal irrsinnig viel Spaß. Es gibt auch so natürliche kleine Pools mit Krebsen und kleinen Fischen drin.

>> Bester Strand bei Los Angeles: Beim Montage Hotel gelegen, und eher nur unter den Natives bekannt. <<

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Wir fahren anschließend noch einen Sprung zum 1000 Steps Beach, weil der so schön sein soll, der andere ist aber besser. Er hat auch keine 1000 Stufen, sondern 228, das ist aber genug mit meinem verstauchten (oder was auch immer) Fuß. Auch dort laufen – wie schon in San Francisco – Leute auf und ab um zu trainieren. Und auch hier ist der Pokémon GO Wahn überall:

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Abends checken wir im Motel 6 in Carlsbad Downtown ein. Dieses ist teurer als die bisherigen Motels, in denen ich geschlafen hatte, und dennoch viel schlechter. Es ist schmutzig, es hatte keine Kaffeemaschine, keinen Haarfön. Für eine Nacht in Ordnung, aber nicht zum Weiterempfehlen!

26. Juli 2016

Nach dem, laut Flyer, besten Fruehstück in Carlsbad geht es weiter suedlich nach La Jolla, kurz vor San Diego gelegen, wo wir den Costal Walk machen.

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Der Coastal Walk – von La Jolla Cove ausgehend – sollte unbedingt in eine Kalifornien-Reise mit eingeplant werden! Überall sind Seehunde und diese scheren sich ueberhaupt nicht um die Menschen. Ich gehe in eine kleine Höhle hinein um zu sehen, was sich dort so befindet, und ein kleiner Baby Seehund kommt einfach mal von draußen herein und begrüßt mich und die anderen Menschen um mich herum.

>>Wer Seehunde mag, fährt am besten nach La Jolla und geht dort schnorcheln. Aber vorsicht: Die Wasserqualität wird als gesundheitsschädlich bezeichnet – was niemanden interessiert. Ein Spaziergang entlang der Küste lohnt sich dennoch!<<

Es schnorcheln auch zahlreiche Leute in La Jolla Cove und die Seehunde schwimmen einfach dort herum, zwischen all den Kindern, anstatt auf der ruhigeren Seite zu tauchen. Sie liegen auch überall auf den Stränden entlang und genießen das Leben. Ein Schild warnt vor dem Schwimmen im Wasser, für Krankheiten übernimmt der Staat keine Haftung, denn aufgrund der vielen Tiere, ist der Level des Gesundheitsrisikos im Wasser ueber dem Grenzwert. Das scheint aber niemanden zu stören.

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Nach einem Eis geht unsere Fahrt weiter nach Palm Springs, wir nehmen eine sehr schöne Route durch die Landschaft vom Norden Anzas, über viele Hügel, umgeben von Kakteen und anderen lustigen Sträuchern und Bäumen. Das Auto ist nicht besonders stark, beim Bergauffahren plagt es sich sehr, aber wir kommen wenigstens voran. Viele ältere Modelle stehen überhitzt am Straßenrand, darum unbedingt immer gut ausgerüstet sein! Auch Ersatzreifen sind nicht verkehrt, denn der Gummi stinkt bei allen Autos. An manchen Stellen sieht man, dass der Asphalt allmählich dahinschmilzt.

>> Unbedingt die AC runterdrehen beim Bergauffahren in den Wüstengebieten. Immer viel Wasser und Ersatzreifen dabei haben im Sommer: Viele Autos stehen überhizt am Straßenrand, bis Hilfe kommt, dauert es. <<

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So geht es weiter, bis wir von ganz oben in das Tal von Desert Springs und Palm Springs hinunter sehen können, bei 49°C Hitze und sehr starkem, heißen Wind. In Palm Springs angekommen, checken wir im Hotel Resort Riviera ein, welches uns so gut gefällt (Pool, Bars, Billard-Tische, Leseecken, nette Restaurants herum, große Hitze, daher keine Lust irgendwo auf dem Weg nach Vegas in einem kleinen Motel im Nirgendwo einzuchecken), dass wir gleich eine Nacht dazu buchen, sogar um 35 Dollar weniger. Zu Abend essen wir bei „Lulu“, ein lustiger Name fuer ein Restaurant, wir sind aber begeistert, da der Service grandios ist und das Essen wirklich unglaublich gut.

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Den Abend verbringen wir beim Pool, im Dunklen ist es trotzdem nur um sehr wenige Grad kühler als untertags, und der heiße Wind hat ebenfalls nicht aufgehört. Ich schlafe nicht sehr gut, da Jacob leider ohne Klimaanlage nicht schlafen kann, ich aber gegenteilig das Gebläse auf meinen Kopf nicht aushalte, und den beginnenden Schnupfen schon spüre.

27. Juli 2016

Da wir beide relativ erschöpft sind (Jacob ist eher einer, der lieber länger an einem Platz bleibt, da ist er wohl auf einem Roadtrip nicht gut aufgehoben, aber mir ist’s recht, denn ich muss mich einmal erholen, mein Fuß tut schon unglaublich weh und ich bin müde), verbringen wir den Tag wie Sid: faul.

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Frühstück gibt’s gegenüber im Grill, sehr empfehlenswert. Der Kellner schlägt uns vor, mit der Tramway auf den Mt. San Jacinto hinauf zu fahren, da dort die tollsten Aussichten sind, es kühler als im Tal ist, und es für richtige Wanderungen sowieso zu heiß wäre.

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Wir machen uns nach einem Tag am Pool um 17:00 auf den Weg und sind gegen 18:30 oben. Die Fahrt hinauf ist toll, es ist eine riesige Gondel mit Platz für 80 Personen, die sich dreht, man sieht also in alle Richtungen, egal wo man steht. Ein wenig unheimlich ist es bei den Pfeilern, da die Gondel dort doch ziemlich stark hin und her schwingt. Oben sind ein Restaurant, ein kleines Kino und ein paar Informationstafeln, von dort gehen zahlreiche Wanderwege hinaus. Auch Bouldern kann man dort anscheinend, da ich eine Familie mit Bouldermatte sehe. Wir suchen uns einen 1,5 Meilen langen Wanderweg aus (2,41km), der immer wieder Aussichtsplätze auf die gesamte Wüstenregion um Palm Springs herum hat. Das einzige was ich ein bisschen unheimlich finde, ist, dass wir fast schon alleine waren und es dort Berglöwen gibt. Jacob trägt auch noch zu der Beklommenheit bei, als er trocken feststellt, dass er in Oregon schon viele gesehen hätte, und das nicht nur eine leere Warnung ist.

>> Best thing to do in Palm Springs: Mit der Tramway auf den Mt. San Jacinto fahren. Eine tolle Abkühlung, grandiose Aussichten, schöne Wanderungen. <<

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Wir kommen aber wieder heil und rechtzeitig zum Sonnenuntergang zurück. Die Fahrt hinunter ist das schönste Erlebnis, das ich bisher in Kalifornien habe. Die Dunkelheit, die Sterne, die Umrisse der Felsen auf der einen Seite, die Wüste auf der anderen, die gute Stimmung der Leute und die Musik in der Gondel – all das trägt zu einem unglaublich schönen Freiheitsgefühl bei und ich bin richtig traurig, als die Fahrt endet.

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Abendessen gibt’s wieder bei Lulus, diesmal ist der Service nur so lala, lustig, wie das von Tag zu Tag variiert.

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