Morro Bay – Los Angeles

21. Juli 2016

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Zum Frühstück gibt’s am Zimmer Burritos und Tacos vom Vorabend, wir passen uns also schön langsam der amerikanischen Bevölkerung mit ihren ausgiebigen Mahlzeiten an. Als wieder alles eingepackt ist, fahren wir durch das fast noch ausgestorbene Morro Bay, um ein paar CDs zu kaufen und eine Salbe für meinen Fuß. Dieser tut nämlich ausgesprochen unangenehm am Außenrist und der Sohle weh, weswegen ich kaum noch voran komme.

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Auf dem Weg nach Santa Barbara bleiben wir bei diversen viel versprechenden Namen, die auf der Karte angezeigt werden, stehen: Avila Beach Hot Springs – bei heißen Quellen kommt dieses typisch isländische Bild hoch – und Oceano Sand Dünen beim Pismo State Beach – mit dem Gedanken an tolle weiße Dünen zum Sandschifahren. Weder das eine noch das andere erfüllen aber unsere Erwartungen, ersteres sind ein paar Whirlpools neben der Straße, zweiteres zwar Dünen, aber nur mit Eintritt, da wir aber nicht wissen, ob das sehenswert sein könnte, lasssen wir es sein.

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Spannend sind kalifornische Baustellen: Etwa einen Kilometer vor der Baustelle ist das erste Warnsignal inklusive Geschwindigkeitsbegrenzung. Wir erwarten uns eine große Baustelle. Es geht weiter, ein erneutes Warnsignal. Eine rote Ampel. Wir warten. Auf einmal kommt ein kleines oranges Baustellenauto auf uns zu, dreht vor uns um, auf dem Auto steht: „Pilot Car – Follow Me“ – die Ampel schaltet auf grün um. So ein Aufwand, wir glauben nun, dass die Baustelle gigantisch sein wird. Wir fahren, und fahren, und fahren… im Schritttempo an zwei Bauarbeitern vorbei, die irgendetwas am Straßenrand machen, ein Auto steht daneben. Wir glauben, das sind nur die Vorzeichen, als uns das Pilotenauto wieder in die weite Welt entlässt: Das war’s – der Baubereich ist vorbei. Noch ein Weilchen müssen wir mit begrenzter Geschwindigkeit fahren. Wenn das nicht übertriebene Sicherheitsmaßnahmen sind! Was man davon halten soll..? I donno!

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Was aber schon ziemlich rockt, ist das Rock&Roll Diner, welches am Straßenrand von Oceano auf einmal zu sehen ist: Dieses befindet sich nämlich in einem freistehenden Zugabteil! Trotzdem fahren wir nur daran vorbei, für das Essen haben wir andere Pläne.

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Lieber wollen wir nämlich mehr Zeit in Solvang verbringen, einer wunderschönen kleinen dänischen Stadt. Dort essen wir zu Mittag in Paula’s Pancake House – Top Tip! – ein Veggie Omelette das unglaublich gut aussieht, und noch besser schmeckt, und als Nachspeise einen Früchte-Pancake. Neben uns sitzen zwei Amerikaner aus Malibu, typischer als es nicht geht: Der gut genährte – und unglaublich freundliche – Mann strahlte uns voller Freude an, als er sein Essen erhält und meint stolz: „Das ist genau das richtige, um in den Tag zu starten [man bemerke, um 12:30 fängt fuer viele dort wohl erst der Tag an], das gibt dir genug Energie mit den ganzen Vitaminen!“. Vitamine? Vor ihm liegen Pancake, Speck und Butter…

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Weiter geht es nach Santa Barbara. Je näher wir dorthin kommen, desto mehr Dörfer sehen wir, die sehr mexikanisch angehaucht sind. Simi und ich haben schon die ganze Zeit gejammert, dass wir endlich schwimmen gehen wollen, also gehen wir dort an den Strand. Dieser ist leider unglaublich windig, und überall sind Fliegen und Seegras. Trotzdem gehen wir hinein und plantschen ein bisschen herum.

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Als wir uns dann hinlegen um uns trocknen zu lassen, sehen wir ein Schild, welches wir glücklicherweise zuvor nicht gesehen hatten: Die letzte bestätigte Hai-Sichtigung war am 18.07. Wir nehmen es mit Humor:

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Nach einer Dusche in unserem wunderschönen Sunset Motel (wirklich absolut empfehlenswert) verbringen wir den Abend im Paseo Nuevo, einer Einkaufsstraße bzw. irgendwie auch ein Gebäude, kaufen uns ein Kleid und gehen zur Pizza Kitchen essen.

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Das mag jetzt nach klassischem Fast Food klingen, aber das ist es nicht. Ich habe noch niemals so eine unglaublich leckere Speisekarte in einem Pizza-Restaurant gesehen. Pizza Kitchen bringt auch ein eigenes Kochbuch raus.

>> In einer „Pizza-Kitchen“ zu Essen ist Pflicht in den USA! Und ich bin noch nichtmal ein Pizza-Fan… <<

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Ich esse zwar keine Pizza, sondern „Avocado Club Egg Rolls“ (Wonton Rollen mit Avocado, Hühnchen, Paradeisern, Speck und Saucen), aber Raphis „Original BBQ Chicken Pizza“ und Simis Pizza mit den Zutaten, die bei mir in den Wontons waren, plus Rucola, schmecken auch ausgezeichnet. Auch die Atmosphäre ist großartig, so wie das Restaurant eingerichtet ist, hätte ich gern einmal ein Zimmer eingerichtet.

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Zum Wetter: Wohingegen es in San Francisco oft noch richtig kalt war, Nachmittags dann zwar warm aber unglaublich stürmisch, wird es je näher wir zu Los Angeles kommen immer heißer. Der Wind ist zwar immer noch penetrant, aber die Westen können wir bereits getrost im Auto lassen. Die Sonne ist egal wo aggressiv, ob San Francisco oder sonst wo. Ohne Kappe, Sonnenbrille, und Tuch über die Schultern geht hier nichts!

Oh, und zum Tanken: Es ist SO billig. Wir haben 85 cent pro Liter gezahlt. Irre!

22. Juli 2016

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Bei unserer Buchung ist das Frühstück inkludiert. Man kann sich im Büro mit einem Tableau verschiedenste Sachen, von Toast bis Muffin, über Kaffee und Tee und diverser Aufstriche auf das Zimmer holen.

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>> Santa Barbara ist DER Ort zum Shoppen – und um ein wenig Kulturgeschichte zu erleben. Eine Führung im Courthouse ist empfehlenswert. <<

Danach fahren wir nochmals in die Stadt, um uns erst Santa Barbara Mission (die Kolibris dort waren meine Highlights!) anzusehen, und danach zum Courthouse, dem angeblich schönsten der Welt. Im Courthouse nehmen wir bei den ersten zwanzig Minuten einer gratis Führung teil, gehen dann hinauf in den Aussichtsturm und müssen aber anschließend langsam unsere Reise nach Los Angeles fortsetzen.

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Diese ist der zähste Teil der Strecke, da unterwegs nicht viel zu sehen ist, außerdem geht es zumeist über den Freeway 101, mit viel Verkehr und wenig Aussicht, und ewig gerade aus.

Am Nachmittag kommen wir dann endlich in Venice Beach an. Wer dort parken möchte, muss oft viel Geld hinblättern, wir zahlen 15 Dollar für 4 Stunden. Fährt man aber ein Stücken weiter, und nimmt nicht gleich die erstbesten Parkplätze, bekommt man auch schon welche um 9 Dollar. Das Geld ist es aber wert! Der Strand hat den Flair, wie man ihn sich für Los Angeles vorstellt. Nicht gerade meins, ich steh eher auf einsame Badebuchten, aber das sollte man durchaus schon mal erleben.

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>> Wer Musik, Graffiti, urbanen Flair, Muskelprotze, und einzigartige Persönlichkeiten [alias, sehr verrückte Menschen] auf einem Haufen erleben will, fährt am besten nach Venice an den Strand. <<

Überall gibt’s was zu sehen: eine Touristenbude nach der nächsten (diese Dinger, wo man Sonnenbrillen und Souvenirs kaufen kann), eine Band, Basketball Spieler und den Muscle Beach, wo mitten am Strand in größter Mittagshitze Fitness-Fanatiker mit diversen Geräten ihre Muskeln stählen. Wir schmeißen uns wortwörtlich in die Wellen, die unglaublich hoch sind (für kalifornische Verhältnisse wahrscheinlich voll normal, und eher klein,…) und quietschen wie kleine Kinder – wir haben den Spaß unseres Lebens. Gerade als ich zu Simi rüber rufe„Ich hab so viel Spa..“ schwappt mir ein Haufen Salzwasser in die Kehle. Mund-und Nasenspülung ist also gratis inbegriffen. Wir bleiben ziemlich lang im Wasser, springen herum, lassen uns davonspülen. Einmal kommt eine Monsterwelle auf uns zu, und ich spüre nur noch Simis und meine Gliedmaßen wild durcheinander wirbeln, bis wir japsend und lachend wieder auftauchen.

Ein kleiner Tip, wer mehr Zeit in Venice hat, sollte sich unbedingt dort die Canals ansehen – es sieht ein wenig aus wie in Venedig, wir schaffen es leider nicht mehr dorthin.

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In Kalifornien gibt’s auch hier und da gratis Bier… Aber erst morgen!

Der Badenachmittag ist ein toller Abschluss unserer gemeinsamen Reise, denn danach bringen sie mich zu meinem Airbnb-Haus und kehren selbst in einem teureren Hotel in der Nähe der Hochzeitslocation ein. Ich werde sie zwar noch morgen sehen, allerdings nicht mehr mit ihnen weiter reisen.

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Die paar Tage waren unglaublich schoen, entspannend und aufregend zugleich.
DANKE FÜR DIESE TOLLEN TAGE – DANKE DASS IHR MICH MITGENOMMEN HABT 🙂

Mein Airbnb Zimmer ist unglaublich toll, das Bett ist sooo bequem (ich hab gleich mal ein 40 minütiges Nickerchen gemacht), und eigentlich ist es wie in einem Gästehaus, denn die Besitzerin wohnt gar nicht hier, nur noch andere Gäste, mit gemeinsamer Küche und Bad und Wohnzimmer. Ich hab im Zimmer einen Fernseher (nicht, dass ich den je benutzen wuerde…), und genug Platz. Ich mag’s total. Leider ist es aber unerträglich heiß!

KLICK >>HIER<< FÜR DAS VIDEO DER ETAPPE VON SANTA BARBARA BIS L.A.

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