Let it snow (… or hail. We don’t really care as long it’s white.)

Nach unserem Weihnachtsfruehstueck, diversen Putzereien und Vorbereitungen fuer den Abend ging es los zu unserer ersten Weihnachtsfeier. Dafuer mussten wir uns nichtmal bewegen, denn sie fand ueber Skype mit Oma und Papa statt. Ganze eineinhalb Stunden hat sie gedauert (na gut, man muss sagen, wir haben erst einmal 30 Minuten damit verbracht die Technik in Gang zu bringen, haben uns dann auf eine Kombination aus Telefonat und Video auf Skype geeinigt, da meine Worte immer erst Sekunden nachdem mein Mund sich bewegt hatte drueben ankamen….). Wir haben gemeinsam Geschenke aufgemacht und uns gefreut, wiedermal sehr gelungen! Es war eine schoene Feier, auch aus der Ferne.


Feier Nummer zwei fand anschließend ganz romantisch waehrend dem Huehnchen schneiden statt: Ich hatte Mama am Telefon, hoerte im Hintergrund Omi und Wolfgang und wir sangen munter Weihnachtslieder – auch lustig, denn abermals war ich verzoegert, also ein ganz ungewollter Kanon!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und dann kam es zur Feier Nummer 3, unserem abendlichen Festmahl mit Giulia, Adolfo, Alessandra und Lovel – der italienischen Österreicherin (sie studiert in Innsbruck), dem Columbianer und den zwei Italienerinnen. Ich hatte keine Ahnung was auf mich zukam, da ich ausserhalb der Uni noch mit niemandem Zeit verbracht hatte und Ale und Lovel ueberhaupt gar nicht kannte. Es war aber der perfekte Weihnachtsabend! Sie brachten Kuerbissuppe als Vorspeise. Dann gab es Schnitzel mit Kuerbiskern- und Cornflakespanier von uns und Kartoffelschmarren als Beilage von Ale. Danach der kleine Flop des Abends: Die anderen hatten Christmas Pudding mitgebracht – einen fertigen von Morrisons, nur mal so zum Kosten. Der war aber nicht gut. Hat nur der Giulia geschmeckt und sie hat ihn fast ganz aufgegessen. Spaeter haben wir erfahren, dass ihn viele mit Brandy anschuetten und anzuenden. Waer vielleicht besser gewesen, zum Anzuenden hat er eh geschmeckt… Aber ich hab das ganze noch mit meiner Eiscreme mit Kuerbiskernen gerettet. Abgerundet wurde dieses 3-Gaenge Menue mit Martini Asti, lustigen Kartenspielen, anderen Denkspielen und jeeeeder Menge Lachen und Spaß. Einfach die perfekten Weihnachten!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am 25. ging die Weihnachtsfresserei weiter, mit einem gratis Mittagessen das von der Methodist Church fuer internationale StudentInnen, die ueber die Ferien in Bangor bleiben, und ihre Familien und Freunde veranstaltet wurde. Ich war ganz ueberrascht wie klein gehalten es wurde, es gab etwa 20 Plaetze und dann noch eine laaange Warteliste, es war gemuetlich und familiaer. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass alle Religionen dort vertreten und auch beachtet wurden, es gab schweinefleischloses Essen usw. Und – was mich ueberhaupt ueberrascht hat: Sie haben nichtmal IRGENDWO etwas aufgestellt, das zu Spenden an die Kirche aufgefordert hat. Hut ab! Nichteinmal verlangt dass nach dem Riesenmahl an Truthahn, Wuerstchen, Gemuese, Saucen, Mince Pies, Mandarinen und… Christmas Pudding (Johannes und ich sind traumatisiert) irgendjemand beim Putzen hilft: Und sie hatten keinen Geschirrspueler! Die meisten sind nur zum Essen gekommen und dann schnell wieder gegangen, Johannes und ich haben den OesterreicherInnen einen guten Ruf gemacht und sind geblieben um Aufzuraeumen. Danach wussten wir nicht wirklich, was wir tun koennen, da sowohl am 25. als auch am 26. hier keine Busse fahren und man ohne Auto ziemlich gefangen ist, also sind wir durch die – absolut leeren, stillen, toten – Straßen geschlendert und dann hinauf zum Bangor ‚Mountain‘ um die Baustelle dort oben anzusehen. Dort wird naemlich ein ganz neues StudentInnendorf gebaut, mit eigenem Fitnesscenter und kleinem Supermarkt, vielen neuen Schlafhallen und soweiter. Bin schon gespannt wie das mal spaeter aussieht. Es scheint riesig zu sein. Von dort haben wir auch einen kleinen Spazierweg um den Golfplatz herum entdeckt, mit toller Aussicht auf Bangor. Den restlichen Abend und auch den naechsten Tag sind wir nur noch faul im Zimmer gewesen. Johannes ist gestern ueberhaupt erst um 13:00 das erste Mal aus dem Bett gekrochen. Ich hab ein bisschen an meinem Essay ueber Profanity gearbeitet und indoor Fitness betrieben. Am Abend haben wir uns dann mit Jo und Karl im Black Bull Inn / Wetherspoons getroffen. Sonst ist nichts großartiges mehr passiert.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Dafuer waren wir heute wieder fleißig. Angeblich hatte es heute Nacht geschneit und ich wollte unbedingt im Schnee den Snowdon hochgehen. Als ich heute Frueh aber dann die Wettervorhersage gesehen habe, ist es mir wieder vergangen, mir hat die Nicht-Aussicht letztes Mal schon gereicht, naechstes Mal moechte ich eigentlich bei tatsaechlich schoener Aussicht hinauf. Also hab ich umentschieden und wir sind zu den Aber-Falls gegangen. Ich muss bei dieser Gelegenheit nochmal erwaehnen wie wahnsinnig toll die Busfahrer (mir faellt gerade beim Schreiben auf, dass ich noch keine einzige Busfahrerin hatte…) hier sind. Sie haben mich schon oefters mal wo abgesetzt, wo keine Station ist, nur weil es naeher war, sie sagen mir immer wo ich aussteigen muss und geben immer hilfsbereit Auskunft. Aber der heute hat alles getoppt. Er hat mich detailliert ueber die Geschichte von der Umgebung der Aber Falls informiert und mir gesagt, dass ich nicht den normalen Weg, sondern den runderhum durch den Wald nehmen soll, auf die Huegel hinauf und von dort hinunter, und mir auch gleich weitere Ratschlaege gegeben, was wir uns noch so anschauen koennen. Einfach toll! Der Weg den er uns empfohlen hat war auch superschoen, ging durch kleine Waldwege und man konnte von oben hinunter ins Tal sehen. Es fing zwischendurch sogar zu hageln an und ich war so gluecklich als sich endlich alles ein wenig weiß faerbte, es fuehlte sich doch ein bisschen wie eine Schneewanderung an. Als wir von den Wasserfaellen zurueck nach Bangor kamen, hatten wir noch ein wenig Zeit zum Shoppen, da heute alle Geschaefte großen Sale hatten. Wir entdeckten so ein cooles neues Geschaeft: Dunelm (http://www.dunelm-mill.com/). Da sind lauter Deko-Sachen und soweiter fuer zu Hause. Die haben dort auch Sachen mit Entchen. Sogar einen Spiegel, aber der war zu schwer und Johannes verbot mir ihn mitzunehmen. Aber dafuer hat er gesagt, wir machen spaeter mal selber einen, einen noch groesseren. Als ich das Rob erzaehlt habe, meinte er nur: „Irgendwas stimmt nicht mit dir….“ PF! Und das, obwohl wir ihm ein Heferl mit einem Eichhoernchen drauf gekauft haben (wenn er rote Eichhoernchen oder Pilze sieht wird er immer ganz euphorisch… Diese Forestry Leute!). Das weiß er nur noch nicht…. Der war heute im Lake District wandern und hat mir dauernd Fotos von echtem Schnee geschickt. Bin auch mit meinem Hagel zufrieden!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s