Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch

Offenbar ist von Montag bis Mittwoch nichts besonderes passiert (oder ich leide an Gedaechtnisverlust….? Jedenfalls faellt mir nicht ein was ich gemacht habe) und ich fange daher direkt bei Mittwoch, dem 17.12 an.

An dem Tag traf ich mich mit Rob und Jo zu einem gemeinsamen Mittagessen im Cafe Blue Sky und Anne und ich wurden von den Beiden beschenkt. Ein Paeckchen haben wir beide noch nicht ausgepackt um es unter den Baum zu legen, das andere schon. Ich hab eine riesige Flauschente bekommen, die als Riesen-Schlapfen funktioniert, um meine Fuesse zu waermen. So lustig! Danach sind wir zum StudentInnen-Christmas Market gegangen, verschiedene Societies und Leute haben dort handangefertigte Sachen angeboten und ich hab gleich ein paar Weihnachtsanhaenger besorgt. Anschließend noch schnell ins Fitnesscenter und dann ein netter Abend mit mal ganz anderen Leuten: StudienkollegInnen von Language und Communication. Wir haben uns immer so super gut verstanden im Unterricht, aber nie etwas unternommen, also dachten wir, es wird mal Zeit. Anschließend war ich noch bei einer Weihnachtsfeier bei Kasia eingeladen, ich brachte Eiscreme mit Kuerbiskernoel und die haben mir das fast aus der Hand gefressen. Kommt hier echt sehr gut an 🙂

Nach meinem laaaaangen Besuch im Fitnesscenter am Donnerstag (ja, ausnahmsweise zwei Tage hintereinander) holte uns Rob von Morrisons ab und wir fuhren zu ihm nach Hause um dort Kekse zu backen und gemeinsam ‚Frozen‘ (zum Leidwesen Robs!) anzusehen. Anne machte einen superguten Brokkoli-Salat (wusste gar nicht dass man den roh essen kann!?) und Jacob eine Suppe. Kamilla war auch da, aber am Freitag flog sie ueber die Ferien schon nach Malaysia zu ihrer Familie. Um 23:00 ging unser Bus zurueck nach Bangor, er sollte dort puenktlich um 23:53 bei der Bahnstation ankommen, also gleichzeitig mit Johannes, der schon den ganzen Tag durch Europa geflogen und gefahren ist, um fuer 19 Tage hier zu bleiben. Ich hatte ja so meine Sorgen ob er ueberhaupt ankommt, da er ja nicht unbedingt die besten Englischkenntnisse besitzt (dachte ich, jetzt weiß ich dass er fast alles versteht wenn man langsam mit ihm spricht) und doch ganz alleine seinen Weg finden musste. Aber 30 Minuten bevor ich ueberhaupt den Bahnhof erreichte, kam eine SMS dass er schon angekommen sei – viel zu frueh! Na das fing ja gut an, hatte er doch eh eine Stunde in Frankfurt und dann nachher drei Stunden in Manchester schon warten muessen. Die Warterei um die Zeit war sicher nicht mehr lustig.

Am Freitag zeigte ich ihm mal Bangor, die uebliche Route: Roman Camp, Steinkreis, Pier, Kaffee trinken im Teras (dem Uni-Cafe), Teras Aussichtsterasse und die Bibliothek. Danach musste ich ihn zwei Stunden alleine lassen um in meine letzte Vorlesung hier in Bangor zu gehen. Ab jetzt heißt es nur noch Essays schreiben. Im Jaenner haben die StudentInnen hier ja vorlesungsfrei um zu lernen. Danach bauten wir unseren Weihnachtsbaum auf, er ist zwar aus Plastik, aber sieht echt trotzdem super aus. Danach ist Anne gekommen um uns zum monatlichen Ceilidh abzuholen, davor durfte sie noch im Vorhinein Bleigießen, weil sie ja schon am Montag wegfliegt und das aber gerne machen wollte. Sie war aber ganz aberglaeubisch und hat ganz oft gefragt, ob das eh keinen boesen Zauber ueber sie legt. So suess! Sie hat eine Pflanze interpretiert. Der Ceilidh war wie immer lustig, und Johannes hat zum ersten Mal in den 4 1/2 Jahren die ich ihn schon kenne getanzt. Außerdem hat er auch versucht mit Anne zu sprechen und es hat echt ganz gut geklappt!

Am Samstag sind Rob, Anne, Jake, Johannes und ich nach Conwy gefahren um uns dort endlich das Schloss anzusehen. Carnaerfon war aber besser! Danach haben wir uns diverse Boote angesehen und sind entlang von der Kueste gewandert. Danach haben wir uns noch mit Flavia, Mareike und Katharina im Belle Vue getroffen, um Mareike noch ordentlich zu verabschieden, bevor sie ebenfalls ‚for good‘ nach Hause flog.

Sonntag war dann unser letzter Tag mit Jacob und Anne und den mussten wir noch ordentlich genießen. Am Vormittag powerten Johannes und ich uns im Gym aus, und um 13:00 trafen wir uns mit allen bei der Menai Bridge im Tapas Restaurant zum Mittagessen. Leider gab es diesmal keine Tapas, aber das Essen war dennoch gut. Dort ging’s wieder schoen ans Geschenke auspacken 🙂 Rob bekam Manner Schnitten, ein Gösser Bier und ein Pusheen Buch (weil er das Smiley dauernd an alle verschickt) von Anne und mir, Jacob einen Briefoeffner der wie ein Mittelalterliches Schwert aussieht und auch ein Gösser Bier von uns und Anne bekam noch zwei Paeckchen Leibniz Schokokekse (sie hatte schon vor 2 Monaten ihr Geschenk bekommen, das Spiel Bezzerwizzer).

Danach ging’s in diverse Geschaefte (Johannes dazu: Ist das hier so eine Art Sonntagsbeschaeftigung? In Supermaerkte zu gehen, ohne dass man etwas braucht, und dann einfach nur rumzuschauen?) und wir kauften uns ein paar Raketen und eine Batterie fuer spaeter. Danach ging es nach Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch. Haben eure Zungen jetzt Knoten? Dann habt ihr das Wort womoeglich richtig ausgesprochen. Falls nicht, hier singt euch einer vor wie es geht:

Falls das immer noch nichts hilft, sagt einfach Llanfair PG – die gebraeuchliche Abkuerzung hier. Das doppel L wird als ‚Ch‘ gesprochen. Viel Spaß beim Ueben.

Anschließend fuhren wir dann zu Rob und gingen dort zum Schloss im Wald, als es dunkel war schossen wir unsere wenigen Feuerwerkskoerper ab. Den Abend verbrachten wir dann noch im Belle Vue in Bangor, dann hieß es von Jacob Abschied zu nehmen. Anne brachte ich am naechsten Morgen noch zum Bahnhof.

Am 22. fuhren Johannes und ich nach Birmingham, um uns dort den Weihnachtsmarkt anzusehen. Außerdem hatte dort erst am 13.12. ein Victorias Secret Store eroeffnet, und das durfte ich mir ja natuerlich nicht entgehen lassen. Das war in New York schon ein kleines Highlight. Die Hinreise dauerte dreieinhalb Stunden, die Rueckreise vier. Birmingham selbst ist nicht unbedingt eine schoene Stadt, aber sie haben es geschafft, die Stadt zu Weihnachten wirklich nett aussehen zu lassen. Der Weihnachtsmarkt war um Weiten besser als der in Manchester und es war auch etwas weniger los. Dafuer ging es umso wilder zu im ‚Bullring‘ – Shoppingcenter. Vor dem Einkaufszentrum steht der Bulle, der sich auch in New York vor der Wallstreet finden laesst (so aehnlich jedenfalls), damit konnte ich Johannes begluecken, weil er den immer schon einmal sehen wollte. Der Stier hat sich auch extra schoen hergerichtet: Im Lebkuchenkostuem hat er uns freudig begruesst. Das Einkaufszentrum selbst war unglaublich groß und sehr unuebersichtlich. Aber VS haben wir gleich gefunden. Und dort blieb ich dann erst mal glueckliche zwei Stunden. Ein weiteres Highlight war der schoenste Waterstones in dem ich je gewesen war. Das Gebaeude war unglaublich huebsch und riesengroß. Und – gleich 200m weiter war ein weiterer Waterstones, mit 6 Stockwerken + Erdgeschoß. Wahnsinn!

Gestern haben wir den Tag dann nur gemuetlich angehen lassen. Nachdem wir erst um halbeins daheim angekommen sind, schliefen wir bis 10:30 aus. Nach einem guten Fruehstueck ging es dann an die Weihnachtseinkaeufe, da wir ja etwas kochen wollen. Anschließend musste ich noch 2 Stunden in der Bibliothek verbringen, um mit einem Weihnachtsgeschenk, fuer das ich schnelleres Internet brauche, weiterzukommen. Um 18:00 trafen wir uns dann mit Jo und Karl in der Indy Climbing Hall um vor Weihnachten noch ein bisschen Klettern zu koennen. Johannes war deprimierend gut, nach einer Stunde kletterte er schon auf meinem Level und schaffte sogar etwas, das ich nicht geschafft habe. Na gut, er ist aber auch um einiges groesser, und konnte ein paar Holds auslassen, waehrend ich einfach jeden Griff benutzen muss, um da rauf zu kommen. War jedenfalls ein gelungener Abend, wir sind diesmal fast ausschließlich im Boulderbereich gewesen, was auch mal wieder gut war.

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Heute konnten wir dann wieder bis 10:00 ausschlafen und danach gab’s ein riiiiesengroßes Weihnachtsfruehstueck: Eier, Speck, Weckerln, Croissants, Tee… Yum! Spaeter heißt es Kueche putzen, mit Familie skypen und telefonieren, Schnitzel in Kuerbiskernpanier vorbereiten und um 18:00 kommen Freunde (mit denen ich bisher noch gar nicht so viel zu tun hatte, drum freu ich mich noch mehr!) und wir feiern zusammen Weihnachten – mit einem 3-Gaenge Menue, Weihnachtsbaum, Geschenken und Punsch! 🙂

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten euch allen!

Ein Psychiater hat heute Morgen im Fernsehen gesagt, dass die einzige Art inneren Frieden zu finden, darin besteht, alles zu Ende zu bringne, was man angefangen hat.
Also habe ich mich mal zu Hause umgesehen und habe mehrere Sachen gefunden, die ich nicht vollendet habe. Ich fand eine halbe Flasche Rotwein, eine dreiviertel volle Flasche Cutty Sark, eine angefangene Flasche Rum und eine Wlashe Gin. Ne Tuete Schips, n Päschn Gondome, ne Schwachtl Valium, ne halbe Giste Yogoladenriegl, un ne halbe Düte Yummibärschn. Nu hasja geine Ahnung wie unjaublisch wohl man sisch wühlt wenn manma alles fertisch gemacht hat. Bidde sende dies an alle Leutschen denen du das Jeheimnis des Glücks und des jinnern Friends ersählen magst. Isch liebe eusch alle! Wrohe Weihnachen. Sch…, hab isch eusch lieb! :‘)

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