Remember, Remember,…

Remember, remember the 5th of November,
Gunpowder, treason and plot.

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Die letzte Woche war voller bunter Lichter und Farben, da am 05.11. die Guy Fawkes Night/Bonfire Night gefeiert wurde, um an den missglueckten Anschlag auf Koenig James I 1605 zu erinnern (hat den Film V for Vendetta inspiriert). Es werden im ganzen Land Freudenfeuer angezunden und Feuerwerkskoerper abgeschossen.

Am Mittwoch am Abend haben wir uns also zusammen oben am Roman Camp versammelt um die Feuerwerke zu betrachten. Diese waren allerdings so klein, dass wir hoch ueber ihnen standen (und das auf einem Huegel). War aber ganz nett. 🙂 Danach haben wir uns in eine Bar verzogen, um den Abend ausklingen zu lassen.

Donnerstags war dann Wandertag. Ich hab Vasco und Rob versprochen, dass ich, ganz egal wie das Wetter aussieht, mit ihnen in den Nationalpark fahre und wir wandern gehen. Vasco hat sich eigentlich eine sehr lange Route fuer uns ausgedacht, aber da der Wind extrem stark war, waer die zu gefaehrlich gewesen und wir sind daher zu den Aber Falls gegangen. Die liegen in einem kleinen Tal und sind schnell erreichbar. Natuerlich war das fuer uns nicht genug und wir sind erstmal querfeldein (querbergaufwaerts?) zu einem anderen Huegel gewandert, der sich als extrem steil entpuppt hat und mich Luft schnappend zuruecklassen hat. Ich bin’s einfach wirklich nicht mehr gewohnt! Wie hab ich das frueher mit Papa jeden zweiten Tag gemacht? Die Aussicht war aber atemberaubend und es ging weiter hinauf. Oben angekommen fuhr er mir dann ins Gesicht: Ein Sturm, und wie auch noch. Den Rest des Nachmittages habe ich jedenfalls in Schieflage, eingepackt in Jo’s Regenkleidung, da auch das Wetter langsam zuzog (da ich ja keine eigene habe, musste Rob die Laden seiner Mitbewohnerin/meiner Kletterpartnerin pluendern). Es hatte aber seinen eigenen Reiz, bei diesem Wetter zu wandern. Es hat auch Spaß gemacht, sich manchmal mit dem gesamten Koerpergewicht in den Wind zu legen, hin und wieder hat das funktioniert, ohne auch nur einen cm zu fallen. Außerdem war meine Gesellschaft gut und hat mich bestens unterhalten – in lautem Geschrei, denn anders hat bei dem Sturm die Kommunikation nicht mehr hingehauen. Wie vorausgesehen, kamen wir dann auch in die Dunkelheit. Stirmlampen ausgepackt und schon fing es an zu schuetten. Binnen weniger Minuten war meine Regenhaut waschelnass, ich aber trocken, sehr angenehm! So ging es noch eine Stunde weiter, als ich daran erinnert wurde, dass Jo kleiner ist als ich (und ja, das geht!): Die Hose ging mir nur bis 5cm ueber den Knoechel, das Wasser troepfelte munter von oben in meine Schuhe und schon langsam freuten sich meine Fuesse ueber ein knoechelhohes Fußbad. Auch meine guten Schihandschuhe wurden langsam nass, manchmal kann einfach nichts mehr den Regen weghalten. Das Gute war aber, dass meine eigene Koerperwaerme das Wasser so aufheizte, dass ich nicht fror. Irgendwann verloren wir ein wenig den Weg und sahen aber die Lichter des Dorfes Bethesda – unser heutiges Ziel – unter uns. Technisch gesehen also: Einfach nur Richtung Lichter gehen. Praktisch aber: Diverse Stacheldrahtzaeune, Steinmauern und Abhaenge ueberwinden, an Schafsherden vorbeistolpern und irgendwo landen, wo man sich nicht mehr auskennt. Definitiv ein großartiges Abenteuer! Ohne Wind, Regen und Umwegen haette die Wanderung viel weniger Spaß gemacht. Muede, aber gut erschoepft hab ich mir am Abend dann noch mit Vasco den zweiten Teil von ‚How to train your dragon‘ angesehen und bin dann dort gleich auf der Couch eingeschlafen.

Freitag fiel eine Vorlesung aus und ich hatte daher nur ein Tutorial von 45 Minuten, den restlichen Abend hab ich mit Pole Dance, Kamilla, Tortillas und alten Fotos und Geschichten verbracht. Samstags war Pole Jam – sprich, die Moeglichkeit selbststaendig zu ueben – und am Abend eine weitere Bonfire Night in Beaumaris, das direkt gegenueber von Bangor liegt, jedoch ist das Meer dazwischen. Ich bin mit Vasco, Mareike und Katharina hingefahren und es hat sich absolut gelohnt! Nach dem Freudenfeuer gab es eines der besten Feuerwerke, die ich je live gesehen habe. Es war wirklich fantastisch, und hat auch ganze 15 Minuten gedauert. Mir wurde oft erzaehlt, dass Silvester in Beaumaris absolut empfehlenswert ist, jetzt glaube ich das auch! 3000 Menschen haben laufend ‚Oh’s und ‚Ah’s von sich gegeben, und ich habe mich auch leicht damit anstecken lassen. Das ganze haben wir dann noch in einem guten Kaffee mit Eton Mess, Fudge Cake und sonstigen Naschereien ausklingen lassen.

Am Sonntag stand auf meinem Plan: Gardening Society und Trampolin Springen. Allerdings war Sonntag so ein Tag, an dem es mir offenbar nicht zugestanden wurde, meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Als ich – extrem muede eigentlich – mich um 12:00 endlich aus dem Bett schleppte (nachdem ich drei Stunden lang an den Tributen von Panem gelesen habe), bekam ich eine Nachricht von Vasco, dass er und ein paar Freunde in die Kletterhalle fahren, ich soll mitkommen. Ich meinte, ich sei zu muede, und haette schon etwas anderes vor. Hannah daraufhin, dass sie mich kidnappen sollten. Ich blieb weiterhin stur, bis ein: „Fahren jetzt los, sind gleich bei dir“ kam. Nichtmal Zeit zum Mittagessen, gerade mal Zeit zum Umziehen, schon standen sie vor der Tuer. Sie hatten Seile und ein Auto – konnte mich nicht wehren 😛 Und bereut hab ich es aber auch nicht. Vasco hat wieder leading und sichern mit mir geuebt (also das, wo man nicht schon ein Seil eingespannt hat, sondern es selbst hinaufbringen muss) und ich hatte das Gefuehl, dass ich echt gut weitergekommen bin. Ich hab sogar eine 6a geleadet (bitte fragt mich nicht, was das Deutsche Equivalent dazu ist, ich weiß es nicht, in einer oesterreichischen Kletterhalle waer ich begriffstechnisch verloren!). Leider hat sich Hannah bei ihrem letzten Climb den Knoechel verstaucht und somit durfte ich das Auto nach Hause fahren. Wenigstens war es ein deutsches Auto, somit musste ich nicht komplett verkehrt herum denken.

Und naja, gestern ging es dann ab nach Wien Schwechat, ganze 10 Stunden war ich unterwegs. Bangor ist wirklich nicht um die Ecke… 😉 Hier bin ich jetzt fuer 10 Tage, wir haben gerade eine Woche frei um zu lesen und an Essays zu arbeiten – Reading Week nennt sich das. Es wird also jetzt einige Zeit nichts in diesem Blog geschehen. Bleibt aber dran, ich melde mich wieder.

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