Teppich-Skipisten und Huehnerbabies

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Ich kann’s gar nicht glauben, dass schon wieder eine Woche vorbei ist. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es geht einfach alles so schnell! Ich wuerde am Liebsten meine lieben Leute aus Oesterreich schnappen, hier her beamen und hier bleiben. Ich fuehl mich so wohl und kann die Zeit einfach nicht anhalten.

Am 28.10. bin ich Abend’s wieder mit Jo klettern gegangen. Vasco hat uns Lead Climbing weiter beigebracht, und ich brauch ja nicht zu wiederholen, wie supercool es war. Leider ist Jo jetzt zwei Wochen weg und ich muss mich wieder an jemanden Neuen gewoehnen, dabei sind wir echt schon ein mega-eingespieltes Team. Sie war ganz traurig, als sie erfahren hat, dass ich im Jaenner heimflieg und wollte, dass ich dableib. So suess!

Am 29.10. war ein wunderschoener, sonniger Tag. Anne ist zu Mittag vorbei gekommen und wir haben Kartoffel-Pizzen gemacht und die Sonne genossen. Danach musste sie weg, also bin ich auf einen ausgiebigen Spaziergang gegangen – zum Roman Camp, hinunter zum Steinkreis und dann weiter durch den Wald zum Pier… Es war einfach perfekt, einmal ganz alleine in der Stille zu sein. Ich bin geraume Zeit im Wald gestanden und hab einfach nur den Blaettern und den Voegeln gelauscht, was sehr entspannend war. Um 18:00 war eine Halloween Pole Performance, gefolgt von einem Social. Wir haben alle eine Pubtour gemacht und typische Pub-Spiele gespielt, bevor die anderen in Academi gegangen sind. Ich weigere mich allerdings weiterhin, nochmal in diesen Club zu gehen und bin sowieso dauermuede und bleib daher weniger gerne lange fort, schon gar nicht unter der Woche. Ja, ich bin alt. Ich weiß.

Am 30.10. hatte ich den ganzen Tag frei und das Wetter war absolut ungut. Ich wusste nichts besseres mit mir anzufangen, als stundenlang neben Anne in der Bibliothek zu sitzen, ohne irgendetwas sinnvolles zu tun, einfach nur ihr mit ihrem Essay helfen und selbst in Buechern ueber Bilingualism herumzuschmoekern. Etwas spaeter bin ich alleine ins Fitnesscenter gegangen, da Kamilla krank war, hab mich dann mit Anne, Katharina, Mareike und Flavia im Noodle One zum Abendessen getroffen und war dann noch mit Anne fuer eine halbe Stunde zu einer Homeparty. War auch mal nett!

Am 31.10. war dann wieder meine Lieblingsvorlesung ueber Bilingualism. Uns wurden diverse Studien vorgestellt, die sich mit Transfer Effects zwischen zwei Sprachen beschaeftigen und auf einmal ist mir etwas aufgefallen. Als ich den Professor darauf aufmerksam gemacht hab und gleichzeitig mit einer Idee fuer eine neue Studie zu ihm gekommen bin, dachte ich mir eigentlich nichts großartiges dabei. Er meinte aber, das wurde noch nie gemacht, und waer total spannend, und ob ich nicht meine Dissertation bei ihm schreiben moechte, er wuerde das gerne mit mir gemeinsam machen. Ich war total stolz auf mich, weil er sehr kritisch ist, was Studien betrifft und sehr detailliert nach Fehlern sucht. Als ich meinte, dass ich mir die Studiengebuehren hier nicht leisten kann, bot er mir an, mich ueber Email zu betreuen. Echt genial! Ich war wohl unabsichtlich schlau. 😉
Nach Pole Dance [das mir einen wunderschoenen, tiefblau-violett-roten Fleck am Knie beschert hat – was ich so mitkrieg: als Pole TaenzerIn ist man irgendwie stolz auf seine ‚Trophaeen‘ (wieder so ein Wort, dass ohne Umlaut echt bescheuert aussieht), weil sie einen meistens daran erinnern, dass man wieder etwas geschafft hat…] ging ich hinueber zu Anne, die davor schon mit Rob angefangen hat, unser Halloween Mahl zuzubereiten: Self-made (almost!) Pizza und Sticky Toffee Pudding. Schoen gesund…. der Pizza-Belag. Wir hatten uns entschlossen, Halloween gemuetlich mit Essen, Film schauen und Kuerbis schnitzen zu verbringen. Es haette die Moeglichkeit gegeben, Karten fuer ein ‚Harry Potter Feast‘ zu besorgen, was natuerlich toll gewesen waere. Da gab’s offenbar so eine Art Festmahl, wie es es an dem Tag gibt, an dem die neuen SchuelerInnen den Haeusern zugewiesen werden, mit ‚Entertainment‘, was auch immer das gewesen sein mag. Jedenfalls war’s mir zu teuer und als ich dann doch darueber nachgedacht habe, hinzugehen, waren alle Karten schon weg.  Auf jeden Fall war der Abend mit Anne und Rob toll und der Sticky Toffee Pudding war sowieso das Highlight. Mir war aber richtig schlecht danach. d:

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01.10. Highlight! Das war definitiv einer der BESTEN Tage ueberhaupt. In der Frueh habe ich eine Stunde lang bei ASDA den Leuten geholfen, ihre Einkaufstaschen zu packen, um Geld fuer eine Charity Organisation gegen Brustkrebs zu helfen und bin dann mit Anne, Rob und Vasco nach Llandudno gefahren. (man spricht es circa so aus: Chlandidno, wobei das ‚ch‘ nicht unser Deutsches ist, sondern eher dem Fauchen einer Katze aehnelt). Diese Stadt ist großartig! Die Straßen und der Pier erinnern mich sehr stark an Brighton und die Uferpromenade ist einfach herrlich! Außerdem gibt es einfach ueberall Figuren aus Alice im Wunderland, eines meiner allerliebsten Werke. Es war einfach auch eine perfekte Gruppe, ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht. Wir haben so viel Spaß gehabt (eigentlich waren wir die ganze Zeit gemein zu einander, aber genau das war ja so lustig!).. Aber so richtig lachen musste ich dann, als wir aufeinmal vor einer ‚Schipiste‘ standen. Die Jungs wollten sie gleich ausprobieren, aber zum Glueck konnten Anne und ich (da wir ja wissen, was echter Schnee ist…) die beiden ueberreden, stattdessen mit der Sommerrodelbahn zu fahren. Die war suess und kurz, aber meine erste Bahn ohne Schienen. Es war sooooo coool. Ich fuehl mich mit den Dreien so wohl, ich mag gar nicht daran denken, mich irgendwann mal verabschieden zu muessen. Der Tag war einfach TOP! Auch das Wetter war perfekt, erst am Abend als wir gefahren sind, hat es angefangen zu regnen. Wir sind dann noch in Bangor in einer Bar (‚The Fat Cat‘) eingekehrt. Die Musik dort war supernett und es war ein toller Ausklang fuer einen superschoenen Tag.

Der 02.10. war so ein richtig typischer Sonntag, ewig lang im Bett rumlungern und Faulenzen und erst um 11:00 fruehstuecken. Das war richtig entspannend. Dann hat Hannah Vasco und Adam angerufen, ob wir Lust haben, klettern zu gehen, weil draußen die Sonne gestrahlt hat. Ich war ganz aufgeregt, weil ich noch nie draußen war, sie wollten Bouldern gehen. Hier gibt’s naemlich in den Bergen (Huegeln…) einfach ueberall so Felsen rumstehen und dazu gibt’s Buecher, wo dann Boulderrouten dazu eingezeichnet sind. Schon lustig, was man so aus herumliegenden Felsen alles machen kann 😉 Wenn ich sowas seh, kletter ich einfach hoch, wie’s mir gefaellt, aber hier hat ja alles seine Regeln. Und die machen Spaß! Denke ich jedenfalls, denn sobald wir dort ankamen, hat uns das Wetter daran erinnert, dass wir uns hier in Wales befinden, und der Spaß konnte gar nicht losgehen, da wir innerhalb weniger Minuten waschelnass waren. Somit sind wir wieder zurueck gefahren und haben den Abend mit dem Film „Drachenzähmen leicht gemacht“ ausklingen lassen. Auch nett, der war naemlich soooo suess.

Zu guter Letzt dann der heutige Tag. Der fing auch mit strahlendem Sonnenschein and, weswegen ich nochmal hinauf zum Roman Camp geschlendert bin, da ich letztes Mal leider meine Speicherkarte daheim vergessen hatte und mit den iPhone Fotos absolut unzufrieden war. Als ich oben ankam, fand ich sehr interessantes Wetter vor: Auf der einen Haelfte des Huegels regnete es, auf der anderen war es trocken und sonnig. Alles nur innerhalb weniger Meter. Ich beschloss, dem Regen zu entfliehen und Richtung Penryhn Castle zu wandern, ein Weg von etwa 1h15min. Und tatsaechlich, der Regen befand sich um mich herum, ich konnte die dunklen Wolken sehen, aber ich selbst blieb trocken. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich den ersten Fuß ins Schlossinnere setzte. Dann prasselte es herunter und der Himmel wurde schwarz. Gutes Timing! Ich stellte fest, dass ich 2009 auch schon einmal hier gewesen war, im Zuge unseres Ausfluges nach Conwy. Da ich keine Lust hatte, das Schloss von innen anzusehen, setzte ich mich gemuetlich mit einer Tasse Kaffe und einem Buch hin. Anschließend gab ich noch ein kleines Vermoegen im Souvenir-Shop (alles handgemacht und supergute Marmeladen…) aus und nahm dann den Bus zurueck nach Bangor. Nach ausgiebigen zwei Stunden im Fitnesscenter wurde ich dann noch von Marcel und Gregg eingeladen, die Huehner zu besuchen. Das Angebot nahm ich natuerlich auf der Stelle an. Die beiden haben naemlich gerade einen Inkubator zuhause mit befruchteten Huehnereiern und ich durfte mit einem Handy reinleuchten. Man sieht alle Venen und man sieht auch das kleine Wesen, wie es sich darin bewegt und das war einfach soooo suess. Ich werd bald Mami! (Ja, ich darf mich so nennen). Ich freu mich schon so. Ich bin ja dann von 10.-20.11. in Wien und am 19. sollten die Kleinen schluepfen, danach gibt’s ne große Babyparty! 😀 Marcel und Gregg wohnen ja bei einer Familie und die hatten grad Besuch und ein riiiiesengroßes Abendessen gemacht und mich gleich dazu eingeladen. Es gab Huehnchen, massenhaft Gemuese, Bratkartoffeln, Wein, Rosensirup-Saft und Pudding. Einfach herrlich! Und alle waren so nett. Ein toller Abend. Eine WUNDERBARE Woche!

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