Noch am Leben und doch nicht ganz.

It’s been a while.

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Freitag, 26.09.2014

Am Freitag war ich uebermotiviert schon um 09:00 mit Kamilla im Fitnesscenter. Sie entpuppte sich als eine hervorragende Personal Trainerin und probierte gleich mit Vergnuegen ihr Programm an mir aus (Spolier: 2 Tage spaeter kann ich sagen, es war SEHR effektiv). Erst hieß es mal 1,2km Laufen, dann ging’s ab an die Geraete.

Energiegeladen, aber doch schon mit einem kleinen Zwicken in den Oberschenkeln, ging ich zwei Stunden spaeter brav in die Hauptbibliothek um mich noch einmal, diesmal laenger, herumfuehren zu lassen. Da traf ich auch eine nette Italienerin, die in Innsbruck studiert, und auch ein paar Linguistic-Kurse belegt.

Nach der Tour begab ich mich hinunter in die Stadt auf die High Street. Jeden Freitag ist dort ein netter kleiner Markt, wo Geschaefte ihre Sachen etwas guenstiger verkaufen. Vergeblich suchte ich jedoch nach einem Pyjama, der unter 13 Euro zu erhalten ist. Ich will doch nix besonderes! Dafuer kaufte ich aber fuer Kamilla und mich in einem supercoolen Health Store Magnesium, um boese Muskelkater vorzubeugen (wer’s glaubt :P). Ich traf mich dann um 13:00 mit ihr und sie hat sich sehr gefreut. Wir haben sehr gut zu Mittag gegessen, Humus und Salat und Pita Brote. In Wales koennen sie ja doch kochen – puh! Danach hab ich Kamilla ein lustiges Buch gezeigt, das mich irgendwie an sie erinnert hat: „Wreck this Journal“, man darf alles vollkritzeln (und sie doodelt gerne), zupicken, man kann es in der Oeffentlichkeit aufhaengen und Leute bitten reinzumalen, man kann es mit allerlei Substanzen beschmieren, denen man unterwegs in die Quere kommt und wenn man will, darf man es auch an einem Faden hinter sich herziehen. Es ist ein Buch fuer Menschen, die viel ins Freie kommen. Wenn man z.B. auf jemanden oder etwas wartet, soll man alles aufschreiben, was man hoert. Wenn man Lust hat, jeden Vogel den man sieht. Und und und. Sie war ganz begeistert und hat es mir auch gleich noch gekauft, damit wir das gemeinsam bis Weihnachten fertig bekommen.

Wir haben dann noch einen Sale-Shop von „The Works“ gefunden, da ist immer alles im Ausverkauf, und da hab ich das Philosophie Buch, das ich daheim hab, um 15 Euro billiger gefunden. Ich hab mir gleich die Psychologie Variante gekauft. Und Johannes weiß schon: Wenn er mich zu Weihnachten besuchen kommt, dann muss er mit fast leerem Koffer kommen, damit ich ihm alle Buecher mitschicken kann. 😛 Kamilla hat mir dann noch ein Traumtagebuch gekauft, weil sie mir so viel ueber Lucid Dreaming erzaehlt hat, also das Bewusstmachen und Kontrollieren von Trauminhalten, dass wir jetzt darauf hinarbeiten, da man damit einiges an coolen Sachen machen kann (sich zb mental auf Tourniere, Pruefungen, usw vorbereiten oder einfach tolle Abenteuer erleben).

Um 15:30 gab’s dann gratis Buffet fuer die Linguistic StudentInnen (obwohl ich Kamilla einfach mitgenommen hab) und danach ging’s nur heim. Ich hatte vor zu putzen, und dafuer hab ich fast drei Stunden gebraucht, weil ich von der Serendipity so wahnsinnig viele Prospekte hatte, die alle zum Durcharbeiten waren.

Samstag, 27.09.2014

Heute hieß es: Frueh aufstehen. Endlich stand die Nationalpark Tour am Planpunkt. Das Ticket dafuer hatte 10 Pfund gekostet, und wir haben uns alle nette Wanderungen und Spaziergaenge um den Nationalpark herum und hinein erwartet. Dem war aber dann leider nicht so. Insgesamt war ich ein wenig enttaeuscht, da wir großteils im Bus saßen, die Landschaft bestaunten, aber nur pro Ortschaft 1 Stunde Zeit hatte, ein bisschen die Umgebung zu erkunden, aber alle nicht mehr sitzen konnten, muede waren und der Bus war noch dazu stark klimatisiert, also wollten wir lieber spazieren. Aber es war halt eine Einfuehrung in den Nationalpark, damit die StundentInnen wissen, was sie alles sehen moechten, wo es was zu sehen gibt, und diesem Zweck hat es durchaus gedient! Der Nationalpark ist 2132km² groß, ist damit der groeßte in Wales und besitzt auch den 3. groeßten Berg in den UK (den Sowdon).

Der erst Halt war Beddgelert. Das Dorf wurde vorlaeufig aus Stein erbaut, die Haeuser, die Bruecken, etc. Dort findet sich auch auf einem netten Spazierweg das Grab des Hundes Gelert. Die Geschichte um ihn ist aber sehr traurig: Sein Besitzer war mal ohne ihm jagen und als er heimkam, hat er den Hund blutverschmiert freudig wedelnd bei der Tuer stehen sehen. Er ging zum Bett seines kleinen Sohnes, als er diesen nicht fand, erstach er Gelert im Glauben, dass dieser das Baby getoetet hatte. Dann fand er seinen Sohn aber naheliegend versteckt, Gelert hatte ihn nur vor einem Wolf beschuetzt, dessen toter Koerper in der Naehe gefunden wurde. Der Besitzer war so ungluecklich, dass ihn nie wieder jemand laecheln gesehen hat.

Nach einer 50 minuetigen Busfahrt kamen wir bei Betws-y-Coed an, das ist Walisisch fuer „Gebetshaus im Wald“. Dort trifft der Fluss Conwy auf LLugwy, Lledr und Machno, drei Nebenfluesse. Es ist ein Viktorianisches Dorf und wirklich wunderschoen. Man kann nett beim Fluss picknicken, wir haben das auch gleich gemacht. Uns wurden die Fish & Chips dort empfohlen. Sophie und ich haben etwas Pech gehabt, sie mussten sie bei uns neu machen und wir durften 30 Minuten warten, waehrend die anderen von unserer Gruppe alles gleich bekamen. Also verloren wir wertvolle Zeit. Nachdem wir dann gegessen hatten, hatten wir ueberhaupt nur mehr 20 Minuten Zeit, entlang des Flusses zu wandern, dabei war die Landschaft einfach berauschend!

Der letzte Halt des Tages war dann in Llanberis, dort wart ihr lieben Leser ja schon letzte Woche mit mir. Dort sind Anne, Sophie, Kamilla und ich diesmal zu einer versteckten… „Bucht“? gegangen. Man ging mehr oder weniger ein bisschen in die Schiefer-Mienen hinein und kam dann zu einem kleinen Teich. Dort ist zwar eine Absperrung, da der Teich fuer Schwimm- und Tauchschulen ist, aber Kamilla hat trotzdem ihre Fueße hineingestreckt. Wir sind dort eine ganze Weile gestanden und haben die Ruhe genossen, ueber uns waren die großen Waende des Schieferbergs. Dort sahen wir sogar ein paar Kletterer, das war ein ziemlicher Adrenalinschub, ich persoenlich moechte nicht im Schiefer klettern, der ist ja doch nicht sehr robust. Die Herren da oben hatten keine Seile und sind sehr unsicher herumgekraxelt. Dann kam ein Taucher, auch das war sehr spannend, wir stoppten die Zeit mit und beobachteten, was er so tat. Leider mussten wir dann schnell wieder zum Bus zurueck und zurueck nach Bangor.

Nach einer einstuendigen Pause trafen wir uns dann wieder bei Morrisons um gemeinsam einkaufen zu gehen. Sophie hatte Eton Mess als Nachspeise vorgeschlagen, Kamilla Hechtgrenatine mit Karottensalat als Hauptgericht. Mir war alles Recht, ich war hungrig. Ich ging zu dem Geschaeft wie eine alte Oma, ein langsamer Schritt nach dem anderen, weil mein Muskelkater bereits anstaendig ausgereift war. Jetzt moechte ich euch mal „Wir“ vorstellen, eine Gruppe an Menschen, die ich schon sehr lieb gewonnen habe: Anne, Kamilla (Norwegen) und Flavia (Schweiz, leider war sie gestern krank und nicht mit dabei) kennt ihr ja schon. Dann gibt’s noch Mareike und Sophie (Deutschland) und Katharina (Oesterreich: Innsbruck). Was ich so besonders an ihnen mag ist, dass wir alle untereinander Englisch reden, auch wenn Anne und Kamilla nicht dabei sind. Das weiß ich sehr zu schaetzen. Und sie sind wirklich eine tolle, lustige Partie, wir haben alle aehnliche Interessen und verstehen uns super. Ich bin wirklich froh! 🙂 Das zusammen Kochen in Kamilla’s Kueche hat auch super funktioniert und das Essen war WAHNSINNIG lecker! Wir konnten alle nicht aufhoeren zu schlemmern. Zu guter Letzt bekam ich auch noch eine tolle Schulternmassage von Kamilla (sie hat 2 Jahre einen Kurs belegt).

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Eigentlich wollte ich danach heim, aber Anne konnte mich dazu ueberreden, sie noch ins „GREEK“ zu begleiten, wo eine Brasilianische Musik- und Tanznacht stattfand. Ich war nur 30 Minuten dort, aber es war echt nett. Sie haben voll cool getanzt und Trommeln gespielt und es waren alle ur nett. Aber ich hab schon bemerkt, dass irgendwas nicht stimmt, mein Hals hat geschmerzt und ich hatte Gliederschmerzen, also bin ich heim um zu schlafen.

Sonntag, 28.10.2010

Die Nacht war schlimm, die Leute in meinem Haus sind absolut respektlos. Ich hab ein Schild aufgehaengt, dass sie leise sein sollen, sie haben drueber gelacht und es weggerissen. Ich muss hier raus! Es ist unaushaltbar. In der Frueh hab ich mich ueberfahren gefuehrt, wollte aber trotzdem unbedingt zum Playford Dancing der Folk Society. Bereut hab ich es nicht, es war sooo nett. Es war komplett durchgemischt von den Altersgruppen her, wir hatten sehr alte Leute, Leute in unserem Alter und Kinder. Es war superlustig. Ich moecht unbedingt ein paar Mal wieder hin! In zwei Wochen waere auch ein Ball, aber da muss man sich Kostueme besorgen und ich weiß halt nicht so Recht. Außerdem sind die Proben dafuer Dienstag Abends und da wollte ich klettern gehen. Mal sehen!

Um 12:00 musste ich zur Gym-Tour, also eine Einfuehrung in die Maschinen im Fitness-Center und danach hab ich mich so mies gefuehlt ,dass ich erst mal ein ausgiebiges Schlaefchen gemacht hab. Ich hatte zwar vor noch zu den Schnupperkursen Latin & Ballroom und Street zu gehen, war aber dann nur bei Jazz und Swing und ab dann nur noch daheim im Bett. Jetzt hab ich vor zwei Stunden ein neues Schild aufgehaengt, und hab schon gehoert, wie sich Leute am Gang drueber lustig gemacht haben. Solche …. !

Dafuer hab ich jetzt eine bessere Dusche gefunden und einen funktionierenden Staubsauger, wenigstens was. Sauberkeit ist eingekehrt, Ruhe folgt hoffentlich auch noch… Gute Nacht!

Ein Gedanke zu “Noch am Leben und doch nicht ganz.

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